GOLF TIME 1/2021

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Ian Poulter DREI FRAGEN AN…

Hast du das Gefühl, dass du noch mit den jungen aufstrebenden Stars und Typen wie Bryson, die 350-Meter- Bomben schlagen, mithalten kannst? Würden wir einen Long Drive Wettbewerb bestreiten, gewänne Bryson jedes Mal. Aber das ist ja nicht der Fall. Unser Spiel ist ganz anders aufgebaut. Auf dem Papier sieht das natürlich einschüchternd aus, wenn jemand konstant über 300Meter schlägt, aber für das Shot Shaping und das effektive Golfspiel benötigt es schon mehr als das. Ich habe das Gefühl, ich kann es immer noch mit den jungen Hüpfern auf- nehmen – und das hält meine Motivation beimTrainieren aufrecht. Wie sieht‘s mit dem Ryder Cup aus? Hast du Ambitionen, das Team zukünftig als Kapitän anzuführen? Ich möchte es natürlich dieses Jahr in das Team von Padraig Harrington schaffen. Ich fühle mich frisch genug, noch mindes- tens einen oder zwei Ryder Cups zu spielen. Ich hoffe, ich erhalte die Möglichkeit, in vier Jahren dann das Team als Kapitän anzuführen. Dann bin ich 49 und das Event steigt in New York am Bethpage Black Course. Sind die Olympischen Spiele in Tokio auf deinem Schirm für dieses Jahr? Ich würde nur allzu gerne bei Olympia spie- len. Es war großartig, das beim letztenMal imTV anzuschauen und zu sehen, wie Jus- tin Rose Gold holte. Als Briten spornt es uns zusätzlich an, uns für die nächste Auflage zu qualifizieren. INTERVIEW Der englische Ryder Cup- Held fühlt sich noch frisch genug, auch 2021 dabei zu sein.

2020

WAS MACHT EIGENTLICH... ÁNGEL CABRERA?

Zwei Major-Turniere konnte Ángel Cabrera während seiner Laufbahn gewinnen. Er gilt damit als erfolgreichster Golfer Südamerikas. Im Juni 2007 gewann Cabrera die U.S. Open und war damit der erste Argentinier, der dieses prestigeträchtige Turnier für sich ent- scheiden konnte. Keine zwei Jahre später, im April 2009, sicher- te er sich im Playoff den Sieg beim Masters und damit seinen zweiten Major-Titel. Auch dieses Turnier wurde zuvor von keinem Argentinier gewonnen. Schon im Oktober 2007 wurde „El Pato“ (die Ente), wie er wegen seines eigenwilligen Gangs genannt wird, die Honorary Life Membership der European Tour zuerkannt und am Ende desselben Jahres wurde er in seinem Heimatland zum Sportler des Jahres gekürt. Mittlerweile spielt Cabrera, der 2013 beinahe noch einmal das Masters gewinnen konnte und sich erst am zweiten Extraloch dem Aus- tralier Adam Scott geschla-

2009

Es scheint gar so, als stünde dem Argenti- nier keine allzu rosige Zukunft bevor. Der 51-Jährige wurde nämlich im Februar nach einer Interpol-Suche in Rio de Janeiro, Brasi- lien, verhaftet und soll nach Argentinien aus- geliefert werden. Dort warten Anklagen gleich mehrerer Ex-Partnerinnen, die ihm unter anderem häusliche Gewalt vorwerfen. Der Anwalt Carlos Nayi, der Ex-Frau Silva Rivadero vertritt, meinte: „Jetzt ist die Zeit für Gerech- tigkeit gekommen. Er muss verhaftet werden, damit die entsprechenden Prozesse begin- nen können. Cabrera ist eine Gefahr für die gesamte Gesellschaft.”

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gen geben musste, vor- wiegend auf der PGA Tour Champions. Dort wurde er aber schon einige Monate nicht mehr gesehen, und nun weiß man auch warum.

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