GOLF TIME 4/2026
S pannender hätte die 20. Auflage des Solheim Cups wohl nicht ver laufen können – glück licherweise mit dem für uns Europäer siegreichen Ausgang von 15 zu 13 Punkten gegen das titelverteidigende Team aus den USA. Wobei, zugegeben, glücklicherweise eher unglücklich formuliert ist – verdienterweise trifft es sicherlich besser auf den Punkt. Aber dennoch: Von Beginn an sollte sich das weibliche Pendant zum Ryder Cup – erstmals in den Niederlanden in Bernardus Golf ausgetra gen – als Achterbahnfahrt der Emotionen entpuppen, stets angelehnt an die jeweiligen Punktestände, vor allem an den ersten beiden Tagen: Nach den Freitagvormittags-Foursomes 2 zu 2, am Ende des Tages 4 zu 4, und ziemlich genau dassel be Szenario am Samstag mit einem Tagesendstand von 8 zu 8 Punkten. Dass Euro-Kapitänin Anna Nordqvist am Sonntag das richtige Händchen bei der Aufstellung der Single-Mat ches hatte, war der Wegbe reiter des Erfolgs und sollte letztlich die Sensation perfekt ENGE KISTE
elf Löchern 4 auf. Doch Lee sollte mit vier unter Par auf den letzten sieben Löchern eine historische Aufholjagd zünden und das Match
letztlich mit 1 auf zu ihren Gunsten drehen (Coverstory ab S. 22). Er ist einer der ganz Großen des Golfsports und dominierte die European Tour vor allem in den 1990er-Jahren, führte Team Eu ropa als Kapitän beim Ryder Cup 2010 in Wales zum
Sieg. Die Rede ist von Colin Montgomerie, der sich beim BMW Golf Cup Deutschlandfinale im GC München Eichen ried die Ehre gab – und sich in dem Zuge unseren Fragen der „anderen Art“ stellte („Go ask Monty…“ ab S. 12). Spätestens seit seinem triumphalen Sieg bei der U.S. Open 2022 ist Matthew „Matt“ Fitzpatrick ein Fixstern auf den Touren. 14 Titel hat der 32-Jährige am Gürtel hängen, im April erzielte er mit Rang 3 seine bislang beste Platzierung in der Weltrangliste. Was Sie von dem Engländer im Hin blick auf das Kurzspiel und Putten lernen können, lesen Sie in unserem Trainings-Spezial (ab S. 70). Ich wünsche Ihnen viel Inspiration dabei, auf dass Sie in Ihrem Heimatclub ebenfalls zum Fixstern avancieren mögen…
In diesem Sinne,
Ihr
OSKAR BRUNNTHALER Chefredakteur
„DOCH LEE SOLLTE MIT VIER UNTER PAR AUF DEN LETZTEN SIEBEN LÖCHERN EINE HISTORISCHE AUFHOLJAGD ZÜNDEN.“
machen. Einziger Wermuts tropfen aus deutscher Sicht: Esther Henseleit, die zuvor im Team mit Leona Maguire beide Foursomes gewonnen hatte, startete im Einzel gegen Alison Lee furios und lag nach EDITORIAL www.golftime.de
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