GOLF TIME 6/2021
Der Switch zum modernen Setup
zuhalten. Ich habe lange anders gespielt, den Ball flach aufgeteet und meine Fades geschlagen. Diese Variante habe ich nach wie vor parat. Aber um Länge zu generie- ren, muss ich an diesem Schlag arbeiten, um dann auch mal ein Eisen 8 anstelle eines Eisen 6 ins Grün zu haben. Hinzu kommt, dass die Schläger heute auch für diese Technik gebaut sind. Also hoch aufteen, ganz nach links im Setup und in der Aufwärtsbewegung treffen. Das ist so ziemlich das Gegenteil von dem, wie ich früher den Ball geschlagen habe. Diesen Switch muss ich hinbekommen.“
„Mein Hauptproblem beim Spiel mit dem Driver ist, dass der Ball immer weiter nach rechts im Setup wandert. Das ist eine Sache, die mein Trainer Günter auch immer wieder anmerkt. Wenn der Ball so weit links liegt, wie er liegen sollte, habe ich das Gefühl, auch wahnsinnig weit nach links ausgerichtet zu sein. Mir fällt es manchmal schwer, mich in diesem ver- änderten Setup auch wohlzufühlen. Wenn man die Abschläge nicht konstant gut trifft, verliert man auch viel Länge und bringt sich in schlechte Positionen. Dann wird es schwierig, heute im modernen Golf mit-
„Der Drill mit dem Tennisball, den ich auch während der U.S. Open 2014 immer wieder auf der Driving Range gemacht habe, hat mir wirklich sehr geholfen. Dieser Drill ist für so viele Dinge wichtig. Zum einen die Connection zwischen Schultern und Armen, die Hände sind ruhig, der Rhythmus verbessert sich und die Position, wie der Schläger im Rückschwung steht, ist nicht nur gut, sondern wirklich perfekt. Das Training ist sehr anstrengend, weil es doch eine gewisse Mobilität erfordert, aber das hat meinen Schwung immer wieder aufs Neue stabilisiert.“ Mein Lieblings-Drill
Das kurze spiel: zwischen den Techniken
niken. Viel Handgelenk, Körperrotation, Ball links oder rechts – ich habe einiges aus- probiert und mich viel damit beschäftigt. Das Problem ist, auf dem Platz darf man nicht groß über solche Dinge nachdenken. Das muss intuitiv geschehen. Nach der Analyse der Ballposition entscheide ich, welchen Schläger ich benutze und wie ich mich positioniere. Ich versuche, mehr auf das Bauchgefühl zu vertrauen. Manchmal tendiere ich dazu, zu viel über den Schlag nachzudenken.“
„Ich denke, mein Bunkerspiel ist wirklich gut, da fühle ich mich auch sehr wohl. Auch bei den Chips nahe am Grün. Wo ich mich steigern muss, sind die etwas längeren Pitches ins Grün aus bis 50 und 60 Metern. Ich habe mir im Laufe meiner Karriere auch viel Input von verschiedenen Trainern geholt; einige Techniken aus- probiert. Letztlich bin ich aber immer wieder zu dem zurückgekehrt, was mir Günter beigebracht hat. Davor war ich lange Zeit zwischen verschiedenen Tech-
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